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Unter einem Verbundmaterial stellt man sich im Allgemeinen einen "modernen" Werkstoff vor, dessen Entwicklung, Herstellung und Einsatz ein hohes technisches Niveau erfordern. Es handelt sich normalerweise um einen Werkstoff mit hohem mechanischem Leistungsvermögen.
Die interne anatomische Struktur von Holz zeigt eine sehr ausgeklügelte mehrschichtige zellenförmige Mikrostruktur. Die Industrie der künstlichen Verbundstoffe (Kohlenstofffasern, Glasfasern,...) versucht, diese außergewöhnliche Struktur zu kopieren und nachzuahmen.
In diesem Zusammenhang hat Holz den Vorteil, dass es erneuerbar ist, und sich seine Produktion durch ihre Umweltfreundlichkeit auszeichnet Somit hat es die Natur seit der grauen Vorzeit fertiggebracht, einen der modernsten Verbundstoffe zu erzeugen. Dieser ausgeklügelten Anatomie ist das gesamte Leistungsvermögen von Holz zu verdanken.
Die ausgezeichneten Eigenschaften von Holz, beispielsweise als Wärmedämmung, gehen auf diese besondere anatomische Anordnung zurück. Holz bietet das 12-fache Wärmedämmvermögen von Beton, das 350-fache von Stahl und das 1 500-fache von Aluminium. Dank dieser Eigenschaft lässt sich mit Holz gegenüber seinen Konkurrenten 10 bis 15 cm an Wanddicke gewinnen, was eine entsprechende Vergrößerung der Wohnfläche bedeutet.
Das hervorragende Schallabsorptionsvermögen von Holz wird zur Schwächung oder Verstärkung von Schall eingesetzt. Durch die passende architektonische Gestaltung lassen sich die Massen- und Dämmeffekte kombinieren. In Gebieten mit erhöhtem Erdbebenrisiko ist der Holzbau ein besonders geeignetes Verfahren, das seit jeher in Japan Anwendung findet. Dank der halbsteifen Konstruktion kann die Energie abgeführt werden, das Gebäude wird erhalten, und es wird für die Sicherheit seiner Bewohner gesorgt.
Quelle : http://62.4.68.182/boismateriau/materiau/materiau2.htm
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